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Vortrag zur Bedeutung des Wassers für die Aachener Textilindustrie
Aachens Textilindustrie, dominiert von der Verarbeitung von Wolle zu Garnen und feinen Tuchen, ist weitgehend Vergangenheit. Das war einmal anders: Denn seit dem Mittelalter konnten Aachener Tuche aufgrund ihrer Qualität auf den deutschen und europäischen Märkten mit Tuchen aus anderen Wolltuchzentren konkurrieren. Eine wesentliche Rolle bei der Herstellung der Tuche spielte das relativ weiche, kalkarme Aachener Wasser - so bei der Wollwäsche, der Nassveredelung von gewebter Rohware und beim Färben. Daneben fungierten die Aachener Bäche in der vorindustriellen und frühindustriellen Zeit als Garant für das Betreiben von Walk-und Spinnmühlen. Schließlich muss auf den Aspekt der Wasserverschmutzung durch die Aachener Tuchindustrie eingegangen werden.
Jochen Buhren studierte Sozialwissenschaften, Germanistik und Wirtschaftsgeschichte, war beruflich als Lehrer beschäftigt und engagierte sich lange Jahre beim Aufbau und dem Betrieb des Textilmuseums "Tuchwerk Aachen".
Mit der Veranstaltungsreihe „Aachen – Stadt des verborgenen Wassers“ möchte der Frankenb(u)erger e.V. und die Bürgerstiftung Lebensraum Aachen den Blickwinkel erweitern und die gegenseitigen Wechselbeziehungen der einzelnen Teilaspekte dieses breiten Wasserthemas vorstellen.